0922 Saisonabschluss RR

Saisonabschlußfahrt RR am 22. 09. 2012  Untertitel „Alles fahrbar“ 

 

 Am Samstag, den 22.09.2012 fand unsere Saisonabschlußfahrt mit dem Rennrad statt.

 

Genau 20 waren alle fast pünktlich zur Tanke am Nordring erschienen. Alle alten Freunde und Mitglieder und einige stetige Mitfahrer bei uns finden sich ein,  und: Steffi. Das erste Mal als Mama dabei, mit dem MTB. Ich will mal sehn….. Was sah sie? Gutes Wetter, kalt, gelaunte Mitfahrer, Foto mit der Mitarbeiterin der Tankstelle (von dort aus starten unsere PTF-Touren und diese Teilnehmer werden dort freiwillig vom Personal an der Shell-Tankstelle auf den Weg geschickt, Punkte in deren Wertungskarten eingetragen usw. Dafür auch an dieser Stelle unseren herzlichsten Dank dafür). 

Im geschlossenen Verband ging es dann in gemütlichem Tempo in Richtung Odenwald. In Seeheim sagte Steffi mal Tschüss, die Tochter wartete auf frisches Futter. Sobald die Kleine feste Nahrung aufnehmen kann, kommt Steffi sicher in alter Frische wieder zurück in unsere Reihen. Die Schweiz hat bekanntlich viele “Kolonien”, so auch in Seeheim, genannt “Seeheimer Schweiz”. Die letzen Meter bis nach Ober-Beerbach sind die schwersten. Nicht zu schnell angehen. Das Feld war gestreckt, oben fanden sich alle wieder. 

Weiter auf den Weg zum Col de Ober-Beerbach. An der Anhöhe kreuzt der Hutzelweg die meist wenig befahrene  Straße. So, jetzt nach dem Anstieg erst ein Mal eine Abfahrt, Erholung. Kurz hinter Schmahl-Beerbach bzw. Beedenkirchen (Namen haben die im Odenwald…) kann man auf einem Wirtschaftsweg die Autos für ein paar Kilometer ganz vergessen. Einfach nur Natur. In Lautern war es vorbei mit der Ruhe. Nach Gadernheim rauf ist Verkehr. Aber wir biegen kurz hinter Kulmbach links ab nach Winterkasten. Von da aus geht es nur bergab. Winterkasten. Schon wieder so ein Name. Irgenwie hielt sich aber die Temperatur an  -Winter- . Kalter Wind im Wald, wo die Sonne noch nicht durch die immer noch grünen Blätter vom Durchdringen auf uns abgehalten wurde. Wir waren alle beieinander und fuhren wieder eine fast 10 Kilometer lange Abfahrt bis Reichelsheim geschlossen. Ihr hättet ruhig schneller fahren können, meinte einer nachdem es in Richtung Fränkisch-Crumbach hinauf zur Burg Rodenstein ging. Schlauberger oder Lutscher? Vorne ist immer Wind, einige wissen das immer noch nicht oder mögen nicht? Also doch: Lutscher. 

Rast im Restaurant Rodenstein. Individuelle Verköstigung. Zahlen aus eigener Tasche. Kartoffelsupp haben wir immer, sagte der Inhaber bei der Reservierung für uns. Nicht alle wollten Suppe. Bratwurst ging gut, auch Salat, keine großen Portionen. Obwohl… Haxe wäre auch drin gewesen. Nach Kaffee und (hatten einige wirklich ein Stückchen Kuchen bestellt?) raus und zurück in die Natur. In Richtung Norden sah es so aus, als ob Regen kommt. Aber wo Bäume sind, kann man nicht weit schauen. Raus aus dem Wald, alles fast durchgängig blau. Durch FC ging es dann weiter nach Wersau. Ruhig, beschaulich, einsam, schön. Weil man im Odenwald manchmal auch noch Straßen repariert, müssten wir für ein kurzes Stück die angedachte Route verlassen. Schnell wieder weg von der B38 ging es rechts ab in Richtung Otzberg. Rechts der erloschene Vulkankegelberg, links kann man bis weit in Pfalz sehen, ein herrlicher Blick ins Flache.  So kam es dann auch. Es wurde wieder flacher. 

In und um Spachbrücken kennt der Horst sich aus. Horst, mach mal den Guide und führe uns nach Ober-Ramscht. Jo, sagt der Horst, das mache mer. Kein Auto, kein Verkehr. Auf einmal ging gar nix mehr. “Alles fahrbar” waren die letzten Worte des Schreibers dieses Berichts, als auch er mit dem rechten Bein gerade noch den Sattel rochierend das Rad verlässt. Schieben. Feuchter Boden. Kein Asphalt, kein Beton. Nur feinster Reinheimer Weizen- und Rübengrund. Was machen die hier mit uns. Vor 14 Tagen war doch noch alles in bester Ordnung. Aber die heutigen großen Straßenbaumaschinen fressen schnell gewohnten Untergrund einfach weg. Umgehungsstraße von Reinheim und Spachbrücken wird gebaut. Für die Bewohner in den Orten sich ein lang ersehnter Umstand, für uns eher nicht. 

“Alles fahrbar” sagte dann Horst auf dann wieder festen Straßen nach Ober-Ramstadt. Dort angekommen wieder auf bekannten Strecken zurück ins Zwiebelmarkt feiernde Griesheim. Die Fahrt war für einige dort zu Ende, Familie und Termine warten. Einige gehen noch zum Zwiebelmarkt. Zwei Bierchen oder Kaffee, ein Stück Kuchen noch. Klaus sollte zu uns kommen, aber die versammelten Handy- und Smartphoneträger hatten die Nummer nicht. Die ganze Welt in der Tasche, aber telefonieren ist manchmal ganz schön schwer. Dabei hat der Philipp Reis das schon 1861 gekonnt. 

So, das war es. Fast 100 Kilometer, leicht über 1.000 Höhenmeter, ein Schnitt von 21 (oder sollte ich das erst gar nicht nennen?) sind die Radranddaten. 

Schee war’s wieder einmal. Spaß hat es gemacht. Wir freuen uns auf ein sonnige Tage im Herbst. Dann muss das Rennrad nicht gleich winterfest gemacht werden. Es macht immer Spaß mit einigen Freunden gemeinsam Fahrten in den Odenwald zu machen.

Hier sind die Daten der Strecke


Und da die Strecke als Überblick – Draufklicken, dann wird es zu sehen sein

 






In diesem Sinne…… Mee wie schee

 Enno